Ioniq 3: Mehr E-Auto für weniger Franken

    Maia Schmied
    Maia Schmied

    Hyundai bringt mit dem Ioniq 3 einen kompakten Stromer, der mit starker Leistung, bis zu 497 km Reichweite und moderner 400-Volt-Technik punkten will.

    Hyundai
    Der Hyundai Ioniq 3 führt die futuristische Designsprache der Ioniq-Reihe fort. - Hyundai IONIQ3

    Die Schweizer Elektromobilität brauchte dringend einen wirksamen Preiskatalysator jenseits unerschwinglicher Luxuslimousinen und schwerer Premium-SUVs. Mit dem neu entwickelten Ioniq 3 lanciert Hyundai nun eine bemerkenswert pragmatische Antwort für anspruchsvolle eidgenössische Pendler.

    Hyundai IONIQ 3
    Design-Wurzeln: Die Serienkarosserie geht direkt auf das Konzeptfahrzeug «Concept Three» zurück, das im Herbst 2025 auf der IAA Mobility in München debütierte. - Hyundai

    Auf dem Schweizer Markt startet das 4.16 Meter lange Modell bei voraussichtlich knapp unter 29'500 Franken. Für helvetische Verhältnisse markiert dieser scharf kalkulierte Einstiegstarif eine unmissverständliche Kampfansage an die europäische Konkurrenz.

    Vernunftarchitektur für Schweizer Passstrassen

    Der Branchenverband «auto-schweiz» fordert seit Monaten genau solche zugänglichen Volumenmodelle für den nächsten substanziellen Elektrifizierungsschub. Selbst die üppig ausgestatteten Modellversionen mit grossem Energiespeicher bleiben hierzulande voraussichtlich deutlich unter der 40'000-Franken-Grenze.

    Hyundai IONIQ 3
    Europäische Entwicklung: Gezeichnet und technisch abgestimmt wurde der Kompaktstromer im europäischen Entwicklungszentrum von Hyundai im hessischen Rüsselsheim. - Hyundai

    Damit avanciert der südkoreanische Fünftürer auf Anhieb zu einer hochgradig attraktiven Option im Flotten- und Privatleasing. Technisch basiert der kompakte Stromer auf einer modifizierten, kostenoptimierten 400-Volt-Ausführung der bewährten Konzernplattform E-GMP.

    Kaufinteressenten wählen je nach Bedarf zwischen einer Basisbatterie mit 42.2 Kilowattstunden und einem reichweitenstarken 61-Kilowattstunden-Akkupaket. Bemerkenswerterweise leistet das Basismodell agile 108 Kilowatt, während die reichweitenoptimierte Langstreckenversion zugunsten maximaler Effizienz auf 99 Kilowatt ausgelegt ist.

    Effiziente Aerodynamik und alltagstaugliche Ladekurven

    Beide Antriebsvarianten übertragen ein identisches Drehmoment von 250 Newtonmetern auf die Vorderräder. Auch an steilen Strassenabschnitten im Alpenraum garantiert der kontinuierliche Schub souveräne Überholmanöver und zügiges Vorankommen.

    Hyundai IONIQ 3
    Zwei Zellchemien: Hyundai bestückt das Basismodell mit 42.2 kWh mit robusten LFP-Zellen, während im reichweitenstarken 61-kWh-Akku NMC-Zellen stecken. - Hyundai

    Der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 vollzieht sich je nach gewählter Batteriekapazität in 8.7 bis 9.6 Sekunden. Dank einer ausgefeilten Aero-Hatch-Silhouette mit einem vorbildlichen Luftwiderstandsbeiwert von 0.26 schneidet der Fünftürer extrem effizient durch den Fahrtwind.

    Auf Schweizer Nationalstrassen ermöglicht der 61-kWh-Akku im realitätsnahen WLTP-Zyklus eine beachtliche Reichweite von bis zu 497 Kilometern. Am Gleichstrom-Schnelllader zieht das Batteriemanagementsystem unter optimalen Bedingungen eine Ladeleistung von bis zu 119 Kilowatt.

    Durchdachte Raumökonomie und Wintertauglichkeit

    Der klassische Ladehub von 10 auf 80 Prozent des Batteriestands verstreicht dabei in knapp 29 Minuten. Als wahrer Trumpf für helvetische Laternenparker erweist sich der optional gegen fairen Aufpreis erhältliche 22-kW-AC-Bordlader.

    An kommunalen Wechselstromsäulen in Schweizer Grossstädten absorbiert der Ioniq 3 frischen Fahrstrom damit doppelt so schnell wie der Klassendurchschnitt. Trotz citytauglicher Dimensionen offeriert das Gepäckabteil ein überdurchschnittlich geräumiges Gesamtvolumen von exakt 441 Litern für Alltag und Freizeit.

    Hyundai IONIQ 3
    Versteckter Stauraum: Unter dem regulären Ladeboden des Kofferraums verbirgt sich eine 119 Liter fassende «Megabox» für Ladekabel und Sportausrüstung. - Hyundai

    Ein wesentlicher Teil davon entfällt auf die pfiffige Megabox mit 119 Litern Stauvolumen unter dem herausnehmbaren Ladeboden. Für eisige Wintermonate in alpinen Höhenlagen bietet Hyundai zudem eine energiesparende, hocheffiziente Wärmepumpe an.

    Modernes Infotainment und Schweizer Marktstart

    Das neu konzipierte Infotainmentsystem «Pleos Connect» operiert auf Android-Automotive-Basis und spiegelt Fahrzeugdaten auf Bildschirmen mit bis zu 14.6 Zoll Diagonale. Dank nativer Vehicle-to-Load-Funktionalität versorgt der Wagen unterwegs sogar externe Elektrogeräte mit bis zu 3.6 Kilowatt kontinuierlicher Wechselstromleistung.

    Hyundai Ioniq 3
    Infotainment-Debüt: Als erstes Kompaktmodell der Marke nutzt der Wagen die neue, auf Android Automotive basierende Software-Plattform «Pleos Connect». - Hyundai

    Mit diesem praxisnahen Gesamtpaket schliesst der südkoreanische Hersteller eine empfindliche Angebotslücke im Schweizer Kompaktsegment. Sowohl für urbane Berufspendler als auch für preisbewusste Familien gewinnt die Elektromobilität damit massiv an Attraktivität.

    Schweizer Vertragshändler öffnen die offiziellen Orderbücher in diesen Wochen zu den avisierten Konditionen. Erste Kundenfahrzeuge rollen nach derzeitigem Zeitplan noch pünktlich vor dem Jahreswechsel auf helvetische Strassen.

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    Kommentare

    User #4351 (nicht angemeldet)

    Weshalb soll dann jemand den heute vorgestellten Audi A2-eTron kaufen? Kostet mehr, kann kaum gleich viel.

    User #5401 (nicht angemeldet)

    Was sind schon knapp 30-ig Tausend für den Einstieg ins Sumsum Gefährt.!?

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