Kriegsgerät wird Kult: 5 legendäre Militär-Allradler

Diese extremen Militärfahrzeuge schafften den Sprung auf zivile Schweizer Strassen: Machen Sie sich gefasst auf ein Maximum an Robustheit ...

So manche Ikonen der Offroad-Szene verdanken ihre Technik brutalen militärischen Anforderungen. Spezielle Portalachsen und robuste Leiterrahmen sicherten damals das Überleben im harten Einsatz.
Fünf legendäre Militärfahrzeuge faszinieren heute Globetrotter weltweit mit ihrer unzerstörbaren Bauweise. Sie zeigen den Wandel vom Werkzeug des Krieges zum begehrten zivilen Kultobjekt.
Mercedes-Benz Unimog (Deutschland)
Das Universal-Motor-Gerät startete nach dem Zweiten Weltkrieg als landwirtschaftlicher Helfer. Die Bundeswehr erkannte jedoch schnell das enorme Potenzial der Portalachsen.
Diese Konstruktion sorgt für eine unschlagbare Bodenfreiheit in tiefem Schlamm. Auch heute noch bewährt sich das Kraftpaket zuverlässig bei Feuerwehren und im Katastrophenschutz.

Auch Schweizer Weltenbummler schätzen den robusten Lastwagen als perfektes Expeditionsmobil. Er meistert mühelos steilste Passagen abseits jeglicher Zivilisation.
Lamborghini LM002 (Italien)
In den späten 1970er-Jahren scheiterte Lamborghini mit einem Prototypen für das US-Militär. Die Italiener bauten das martialische Chassis daraufhin für wohlhabende Privatkunden um.

Sie pflanzten den legendären V12-Motor aus dem Supersportwagen Countach unter die Haube. So entstand der brachiale LM002, welcher schnell den Spitznamen Rambo-Lambo erhielt.
Dieses Triebwerk leistet stolze 450 PS aus fast sechs Litern Hubraum. Reiche Scheichs begeisterten sich sofort für dieses exklusive Wüstenspielzeug.
UAZ-469 / UAZ Hunter (Russland)
Der UAZ-469 bildete ab 1972 das logistische Rückgrat des osteuropäischen Warschauer Paktes. Seine puristische Konstruktion setzt radikal auf einfachste Mechanik und schnelle Reparierbarkeit.
Ein schwerer Vorschlaghammer reicht oft aus, um den Allradler wieder fahrbereit zu machen. Unter dem Namen UAZ Hunter läuft die Maschine bis heute fast unverändert vom Band.

Jäger und Offroad-Enthusiasten schätzen diese kompromisslose Zuverlässigkeit im Wald. Der russische Veteran trotzt erfolgreich jedem modernen Elektronik-Trend.
Volkswagen Typ 181 «Kurierwagen» (Deutschland)
Die Bundeswehr suchte in den 1960er-Jahren dringend nach einem günstigen Geländewagen. Volkswagen entwickelte daraufhin den kantigen Typ 181 namens «Kurierwagen».
Das minimalistische Design erinnerte optisch stark an die Kübelwagen vergangener Zeiten. In den USA erlangte das spartanische Fahrzeug unter dem Namen «The Thing» schnellen Kultstatus.

VW verkaufte die offene Konstruktion schliesslich mit grossem Erfolg an Zivilisten. Das Auto mutierte auf den Strassen zum perfekten Lifestyle- und Strandmobil.
Steyr-Puch Pinzgauer (Österreich)
Benannt nach einer Pferderasse steht der Pinzgauer für maximale Geländegängigkeit im Gebirge. Die österreichischen Ingenieure konstruierten das Fahrzeug speziell für die Armee.

Ein stabiles Zentralrohr-Chassis und Differenzialsperren bezwingen selbst extremste Steilhänge problemlos. Nach der Ausmusterung sicherten sich weltweite Offroad-Fans die begehrten Bestände.
Heute dienen diese Allrad-Legenden oft als ideale Basis für anspruchsvolle Camping-Umbauten. Sie kraxeln zuverlässig dorthin, wo moderne SUVs längst kapitulieren müssen.





