Universität St.Gallen gründet «auto-schweiz Lehrstuhl für Mobilität»

    Marvin Kahlenberg
    Marvin Kahlenberg

    Erforschung von Mobilitätsfragen: Darum geht es bei dem Lehrstuhl, der zu einem zentralen Faktor für die Zukunft der Schweizer Automobilbranche werden soll.

    auto-schweiz, Lehrstuhl
    Die Verantwortlichen von auto-schweiz und der Universität St.Gallen beim Unterzeichnen der Fördervereinbarung. - auto-schweiz

    In einer Medienmitteilung informiert auto-schweiz über die Gründung des neuen Lehrstuhls an der renommierten Universität St.Gallen.

    Ende 2024 haben die Universität St.Gallen und auto-schweiz eine Fördervereinbarung zur Finanzierung eines Lehrstuhls für Mobilitätsmanagement unterzeichnet. Der Aufbau der Forschungseinrichtung soll zentrale Themen wie die Transformation der Automobilindustrie und die Mobilität der Zukunft wissenschaftlich ergründen und begleiten.

    Die Schaffung des «auto-schweiz Lehrstuhls für Mobilität» wird durch einen grosszügigen Förderbeitrag der Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure von 2,68 Millionen Franken an die Stiftung der Universität St.Gallen ermöglicht. Die Kooperationsvereinbarung sieht eine Laufzeit von acht Jahren vor.

    Forschung am Puls der Zeit

    Die Automobilindustrie steht weltweit vor grossen Herausforderungen und befindet sich mitten im grössten Transformationsprozess ihrer weit über einhundertjährigen Geschichte. Megatrends wie Digitalisierung, Elektrifizierung oder Automation bieten ein enormes Potenzial für künftige Geschäftsmodelle, bergen gleichzeitig aber auch Risiken für etablierte Strukturen, etwa im Fahrzeughandel oder der Mobilität.

    Audi skysphere Concept
    Zukunft der Mobilität: Hersteller wie Audi stellen ihre Ideen vor. Der neue Lehrstuhl soll Mobilitätsfragen von unabhängiger Seite erörtern. - Audi

    Mit der Förderung will auto-schweiz eine tiefgehende wissenschaftliche Begleitung dieser Themen durch die Universität St.Gallen (HSG) ermöglichen. Der mit dem Förderbeitrag geschaffene «auto-schweiz Lehrstuhl für Mobilität» soll zeitnah gegründet und mithilfe eines Berufungsverfahrens besetzt werden.

    Fortschritt der Mobilität begleiten und fördern

    «Die HSG ist eine der fortschrittlichsten und innovativsten Wirtschaftsuniversitäten in Europa», hält auto-schweiz-Präsident Peter Grünenfelder fest. «Gleichzeitig ist die Automobilindustrie der Motor der Wirtschaft und investiert mit ihrem unerschütterlichen Zukunftsglauben jedes Jahr Milliardenbeträge in Forschung und Entwicklung neuer Technologien.»

    Autonomes Testfahrzeug ID.BUZZ
    Auch der VW Konzern möchte die Autonome-Mobilität der Zukunft gestalten. - Volkswagen

    «Unsere Zusammenarbeit und die Erforschung von Zukunftsthemen durch die HSG ist also nichts als konsequent», so Grünenfelder. «Mit dem neuen auto-schweiz-Lehrstuhl für Mobilität erhält die Automobilität als einer der gewichtigsten Schweizer Wirtschaftssektoren eine fundierte wissenschaftliche Begleitung bei der Bewältigung der heutigen und zukünftigen Herausforderungen.»

    Zukunftsfragen erörtern

    Mit der Partnerschaft ermöglicht auto-schweiz der HSG den Aufbau zusätzlicher Kapazitäten und Expertise auf dem Gebiet des Mobilitätsmanagements, wo sich wichtige Zukunftsfragen stellen. Zum Lehrstuhl gehören eine Assistenz- sowie eine Sekretariatsstelle.

    «Wir sind auto-schweiz sehr dankbar, dass sie uns unterstützen, zukunftsträchtige Lösungen für ein optimales Zusammenspiel aller Mobilitätsangebote zu entwickeln», so Prof. Dr. Manuel Ammann, Rektor der HSG. Entsprechende Partnerschaften geht die HSG nur ein, wenn die Freiheit von Forschung, Lehre und Publikation jederzeit vollumfänglich gewährleistet ist.

    Entsprechend nimmt auto-schweiz keinen Einfluss auf den Berufungsprozess oder die inhaltliche Arbeit am neu zu schaffenden Lehrstuhl.

    An Themen mangelt es nicht

    Die Themenvielfalt, aus welcher der «auto-schweiz Lehrstuhl für Mobilität» der HSG seine künftigen Forschungsgebiete auswählen kann, ist schier unerschöpflich. So sei etwa die künftige Entwicklung der Elektromobilität und ihr Beitrag zur Emissionsreduktion derzeit ein zentrales Betätigungsfeld der Automobilwirtschaft, erklärt auto-schweiz-Direktor Thomas Rücker:

    ÖV Bern
    Von autonomen Fahrzeugen bis hin zu Hyperloop-Zügen: Ist die Schweiz bereit für die Mobilität der Zukunft? - Pixabay

    «Gleichzeitig werden aber auch andere Lösungen ihren Platz haben und die Bedürfnisunterschiede der verschiedenen Fahrzeugarten im Gesamtsystem Verkehr und Mobilität sind nicht zu unterschätzen. Hinzu kommen raumplanerische Herausforderungen, insbesondere beim Zusammenspiel verschiedener Verkehrsträger, sowie Trends von Digitalisierung und Automation.»

    Auch die Bezahlbarkeit und die uneingeschränkte Verfügbarkeit von Mobilität für die gesamte Gesellschaft stelle eine wichtige Fragestellung der Zukunft dar.

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    Kommentare

    User #5462 (nicht angemeldet)

    Na dann sind wir ja gerettet..mobility pricing, data management autodrivers, precob platform für böse autofahrer..

    User #3280 (nicht angemeldet)

    innovativsten ha ha ha 😭

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