Versteigerung: Über 80 Traumautos ohne Mindestpreis

Am Samstag versteigert Broad Arrow im Dolder Grand Supersportwagen und Klassiker für Millionen. Auch eine seltene Schweizer Monteverdi steht im Katalog.

Am Samstag, 7. November, wird das Dolder Grand hoch über Zürich zum Treffpunkt der Sammlerszene. Das Auktionshaus Broad Arrow versteigert dort über 80 Fahrzeuge und rund zwei Dutzend Memorabilia.
Es ist bereits die zweite Ausgabe der «Zürich Auction». Broad Arrow tritt dabei als offizieller Auktionspartner der Auto Zürich auf, die gleichzeitig in Oerlikon läuft.
Ein LaFerrari ohne Mindestpreis
Den Katalog führt ein Ferrari LaFerrari von 2015 an. Der weisse Hybrid-Supersportwagen hat laut Auktionshaus erst 92 Kilometer auf dem Zähler.

Die Schätzung liegt bei 5.5 bis 7.5 Millionen Franken. Bemerkenswert: Der Wagen wird ohne Mindestpreis angeboten.
Er wechselt also in jedem Fall den Besitzer, selbst wenn die Gebote unter der Schätzung bleiben. Zuvor erhielt er beim Mailänder Ferrari-Händler Rossocorsa eine neue Hochvoltbatterie.
Zwei weitere Boliden ohne Limite
Kaum weniger exklusiv ist ein Mercedes-Benz SLR McLaren Stirling Moss von 2009, eines von 75 gebauten Exemplaren. Er ist auf 2.5 bis 3 Millionen Franken geschätzt.
Noch etwas höher liegt die Erwartung beim Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse von 2012. Das Auto stand am Genfer Autosalon 2012 im Rampenlicht und soll 2.6 bis 3.3 Millionen bringen.

Auch ein Ferrari F12tdf kommt ohne Mindestpreis unter den Hammer, geschätzt auf 1.3 bis 1.5 Millionen.
Schweizer Spuren im Katalog
Einige Lose haben auch einen direkten Bezug zur Schweiz. Ein McLaren Senna von 2019 wurde neu hierzulande ausgeliefert und trägt die Nummer 181 von 500.
Seine Schätzung liegt bei 1.1 bis 1.4 Millionen Franken. Aus Schweizer Produktion stammt ein Monteverdi High Speed 375/4 von 1975, eines von nur 30 Exemplaren.

Die viertürige Limousine der Baselbieter Marke ist auf 185'000 bis 230'000 Franken geschätzt. Prominent ist die Herkunft eines BMW 3.0 CSL von 2023: Ex-Formel-1-Pilot Nick Heidfeld hatte ihn neu gekauft.
Klassische Eleganz und ein Stück Fernsehgeschichte
Wer klassische Eleganz sucht, findet einen Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer von 1955. Er ist einer von 155 in Feuerwehrrot ausgelieferten Wagen und wird auf 1.35 bis 1.65 Millionen Franken geschätzt.

Gleich hoch bewertet ist ein Ferrari 275 GTS von 1966. Für Nostalgie sorgt ein Pontiac Firebird Trans Am im Stil von «Knight Rider».
Das Tour-Auto gehörte einst der Firma von David Hasselhoff und soll 250'000 bis 500'000 Franken bringen.
Was die Premiere im Vorjahr zeigte
Die Erwartungen stützen sich auf die Premiere im Vorjahr. Am 1. November 2025 setzte Broad Arrow im Dolder über 22 Millionen Franken um, 87 Prozent der Lose fanden einen Käufer.
Spitzenreiter war ein Jaguar D-Type von 1956, der für 5'181'250 Franken inklusive Aufgeld wegging. Das Aufgeld beträgt bei Fahrzeugen 15 Prozent auf die ersten 250'000 Franken, darüber 12.5 Prozent.
Hinzu kommt die Mehrwertsteuer auf diese Gebühr. Die Auktion selbst ist nicht öffentlich.
Besichtigen kann jeder, bieten nicht
Zutritt haben nur registrierte Bieter mit Begleitung, Einlieferer und akkreditierte Medien. Anschauen lassen sich die Autos trotzdem: Am Donnerstag und Freitag ist die Ausstellung im Dolder jeweils von 10 bis 18 Uhr gratis zugänglich.
Für einen Blick auf den LaFerrari und Co. braucht es also kein Bieterpaddel. Broad Arrow wurde 2021 gegründet und gehört seit 2022 vollständig zum US-Oldtimerversicherer Hagerty.





