Panther 6: Das exzentrische Sechsrad-Monster

Maia Schmied
Maia Schmied

Sechs Räder und ein Turbo-V8 versprechen pure Extravaganz. Entdecken Sie eines der seltensten Superautos, das jemals die Strassen unsicher machte.

Panther 6
Inspiriert vom Tyrrell P34 Formel-1-Wagen, verfügt der Panther 6 über zwei gelenkte Vorderachsen. - Radical-mag (Screenshot)

In den Siebzigerjahren machte sich der britische Autobauer Robert Jankel daran, die Grenzen der Physik und des Designs mit einem radikalen Konzept sprengen:

Inspiriert durch den legendären Formel-1-Wagen Tyrrell P34, entstand so ein Fahrzeug mit gleich vier Vorderrädern. Diese technische Besonderheit sollte nicht nur für Aufsehen, sondern auch für eine bessere Bremsleistung sorgen.

Die Technik hinter dem Sechsrad-Monster

Unter der gewaltigen Heckhaube schlummerte ein wahrer Gigant der amerikanischen Motorenbaukunst. Ein 8.2-Liter-V8 von Cadillac sorgte mit zwei Turboladern für mächtigen Vortrieb.

Panther 6
Seltenheitswert: Von diesem bizarren Luxusschlitten wurden insgesamt nur zwei Exemplare gebaut – eines in Schwarz und eines in Weiss. - Radical-mag (Screenshot)

Die Ingenieure versprachen damals eine Leistung von stolzen 600 PS für dieses Ungetüm. Damit sollte der Panther theoretisch die magische Marke von 322 Stundenkilometern knacken können.

Die vier kleinen Vorderräder erhielten jeweils eine eigene Scheibenbremse zur Optimierung der Verzögerung. Eine ausgeklügelte Hydropneumatik glättete zudem Unebenheiten auf der Fahrbahn für maximalen Komfort.

«Futuristische» Atmosphäre im Cockpit

Im Innenraum erwartete die wohlhabende Kundschaft eine Ausstattung, die ihrer Zeit weit voraus war. Digitale Instrumente ersetzten die damals üblichen analogen Rundanzeigen und wirkten wie aus einem Science-Fiction-Film.

Panther 6
Offener Gigant: Trotz seiner massiven Erscheinung und den sechs Rädern ist der Panther 6 ein klassisches Cabriolet. - Autorevue (Screenshot)

Sogar ein Telefon und ein tragbarer Fernseher gehörten zur exklusiven Serienausstattung des Briten. Solche Details machten den Wagen zu einer rollenden Luxus-Suite für betuchte Individualisten.

Eine automatische Feuerlöschanlage bot zusätzliche Sicherheit im Falle technischer Defekte am grossvolumigen Motor. Man setzte auf edle Materialien wie feinstes Leder, um den hohen Verkaufspreis zu rechtfertigen.

Ein Mythos in homöopathischen Dosen

Trotz der grossen Ankündigungen verliessen lediglich zwei Exemplare die Werkshallen von Panther Westwinds. Eines dieser Fahrzeuge glänzte in elegantem Schwarz, während das andere in Weiss erstrahlte.

Ein faszinierendes Zeitdokument .....!

Hohe Produktionskosten und eine weltweite Rezession verhinderten eine geplante Serienfertigung des Modells.

Design und optische Präsenz

Die Keilform des Fahrzeugs erinnert stark an die futuristischen Entwürfe der siebziger Jahre. Mit einer Breite von über zwei Metern dominierte der Wagen jede Fahrspur.

Das abnehmbare Hardtop verwandelte den geschlossenen Sportwagen im Handumdrehen in ein offenes Cabriolet. Besonders die Frontpartie mit den Klappscheinwerfern verlieh dem Gesicht eine aggressive Note.

Die hinteren Reifen wirkten im Vergleich zu den winzigen Vorderrädern geradezu gigantisch und massiv. Jede Linie am Chassis folgte dem Ziel, maximale aerodynamische Effizienz bei hohen Geschwindigkeiten zu erreichen.

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