Bufori: Malaysias exklusivste Autoschmiede

Handgefertigter Retro-Luxus mit bis zu 810 PS – und das mitten in Malaysia: Wer ist der exklusive Hersteller?

Wer an massgeschneiderten automobilen Hochadel denkt, blickt meist automatisch nach Crewe oder Goodwood. Doch eine der weltweit exklusivsten Manufakturen residiert überraschend im malaysischen Kuala Lumpur.
Der Hersteller Bufori fertigt rollende Solitäre für Milliardäre, die selbst im Engadiner St. Moritz aus der Masse herausstechen wollen. Gegründet wurde die Bufori Motor Car Company bereits 1986 von den drei passionierten australischen Khouri-Brüdern.
Ende der Neunzigerjahre verlegte das Unternehmen seine gesamte Fertigung dauerhaft nach Kepong vor die Tore der malaysischen Hauptstadt.
Handwerkliche Perfektion trifft moderne Verbundwerkstoffe
Statt industrieller Fliessbänder dominiert in den Hallen traditionelle Handwerkskunst mit bis zu 9'000 peniblen Arbeitsstunden pro Kundenfahrzeug. Jedes Exemplar entsteht als massgefertigtes Unikat, das streng nach den individuellen Vorstellungen des Käufers geformt wird.

Die skulpturalen Karosserien bestehen aus einem leichten, extrem verwindungssteifen Hightech-Verbundwerkstoff aus Kohlefaser und flexiblem Kevlar. Dieses Material verhindert Korrosion wirksam und federt kleinere Schläge dank seiner elastischen Struktur schadlos ab.
Unter den geschwungenen «Vorkriegslinien» verbirgt sich zeitgemässe Fahrzeugtechnik auf einem hochfesten Rohrrahmenchassis aus Edelstahl. So verbindet die Manufaktur die Ästhetik der goldenen Automobilära mit modernen Sicherheits- und Fahrwerksstandards.
Das Flaggschiff mit Schweizer Namenspatron
Das unbestrittene Aushängeschild der Manufaktur trägt die Schweizer Rhonestadt mit stolzem Selbstverständnis im Namen: Die imposante, 5.54 Meter lange Luxuslimousine Bufori Geneva debütierte im Jahr 2010 publikumswirksam auf dem Genfer Autosalon.
Im Bug arbeitet ein standfester 6.4-Liter-V8-Saugmotor mit 470 PS und einem maximalen Drehmoment von 630 Newtonmetern. Über eine moderne Achtstufen-Automatik beschleunigt der 2.45 Tonnen schwere Hecktriebler in flotten 5.4 Sekunden auf Tempo 100.

Gegenläufig öffnende Portaltüren geben den Weg frei in einen fürstlichen Fondsalon aus erlesenen Hölzern und feinstem Leder. Auf Wunsch integriert Bufori dort massgeschneiderte Kaffeemaschinen, Zigarrenhumidore oder traditionelle chinesische Teezeremonie-Sets.
Vom klassischen Coupé zum kompromisslosen Supersportler
Neben der repräsentativen Staatslimousine prägte über zwei Jahrzehnte hinweg das Modell MK III La Joya das Markenportfolio. Dieses zweisitzige Coupé nutzte einen 2.7-Liter-V6-Mittelmotor und zitierte kunstvoll die automobile Eleganz der Dreissigerjahre.
Historische Meilensteine wie der Madison sowie die Modelle MK I und MK II bildeten zuvor das sportliche Fundament der Marke. Die spektakulärste Schöpfung der Gegenwart verkörpert der kraftvolle Grand Tourer namens Bufori CS8.

Nach einem vollen Jahrzehnt akribischer Entwicklungsarbeit leistet dessen kompressorgeladener 6.4-Liter-V8 gewaltige 810 PS. Damit attackiert Bufori etablierte Supersportwagen und fusioniert markanten Retro-Chic mit kompromissloser Performance.





