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Volvo: Mitdenkender Gurt der Zukunft

Maia Schmied
Maia Schmied

Ein neuer Lebensretter lässt aktuell die Autowelt aufhorchen. Können denkende Gurte schwere Verletzungen im Strassenverkehr verhindern?

Frau Schwanger Autofahren Sicherheitsgurt
Das Tragen des Sicherheitsgurtes rettet Leben. Doch wie können Gurte Insassen dank moderner Technologie noch besser schützen? - Depositphotos

Volvo revolutioniert im angekündigten, vollelektrischen SUV EX60 die jahrzehntealten Dreipunktgurte durch hochentwickelte Echtzeit-Sensoren. Das digitale System analysiert in wenigen Millisekunden die genaue Statur sowie die aktuelle Körperhaltung der Passagiere.

Diese technologische Evolution basiert auf stolzen elf statt der bisher branchenüblichen drei Lastbegrenzer-Profile des Gurtes. Mit diesem modernen Schutz will der schwedische Traditionshersteller das Risiko schwerer Unfallverletzungen im Alltag drastisch minimieren.

Massanzug gegen den Aufprall

Der neuartige multi-adaptive Sicherheitsgurt reagiert vollkommen dynamisch auf jede erdenkliche Veränderung der aktuellen Fahrsituation. Er registriert über die externen Fahrzeugsensoren beispielsweise sofort, wenn der Wagen agil in eine enge Kurve steuert.

Im direkten Vergleich zum weltweiten Elektro-Benchmark Model Y von Tesla bietet Volvo hier eine völlig neue Schutzdimension. Während Tesla auf bewährte, aber starre Standard-Gurtstraffer setzt, agiert das schwedische System wie ein digitaler Massanzug.

Sogar die individuelle Position des Körpers im Moment eines drohenden Aufpralls fliesst direkt in die Schutzwirkung ein. Das renommierte US-Magazin «TIME» kürte diese wegweisende Innovation deshalb bereits zu einer der besten Erfindungen des Jahres 2025.

Wo die smarte Technik schwächelt

Trotz aller Begeisterung wirft dieser gewaltige technologische Sprung im neuen Premium-SUV auch berechtigte, kritische Fragen auf. Die extreme Abhängigkeit von hochkomplexer Software und empfindlichen Kameras birgt naturgemäss gewisse Risiken für Fehler im Alltag.

Fallen Sensoren im System aus, verliert der Gurt sofort seine adaptive Überlegenheit gegenüber der Konkurrenz. Zudem erfordert die permanente optische Überwachung des Innenraums ein extrem hohes Mass an digitalem Vertrauen der Schweizer Kunden.

Beckengurt
Alles noch überschaubar und simpel. Beckengurt aus dem Jahre 1960. - Harry Pot

Viele Autofahrer kritisieren bei Volvo ohnehin die zunehmende Verbannung von physischen Tasten in unübersichtliche Touchscreen-Menüs. Diese daraus resultierende Ablenkung des Fahrers konterkariert den eigentlichen Sicherheitsgewinn durch das hochentwickelte Gurtsystem im Strassenverkehr.

EX60: Ein teurer Schritt in die Zukunft

Die innovative Mega-Casting-Bauweise des robusten EX60-Chassis sorgt für ein beachtlich geringes Gesamtgewicht des grossen Elektro-Fahrzeugs. Diese moderne Produktionstechnik macht die Karosserie extrem steif und schützt die Insassen bei Kollisionen hervorragend vor schweren Verletzungen.

Allerdings treiben die aufwendige Konstruktion und die komplexe Sensortechnik die Anschaffungskosten des SUVs spürbar in die Höhe. Schweizer Käufer müssen für den skandinavischen Stromer somit deutlich tiefer in die Tasche greifen als für günstigere Mitbewerber.

Volvos Vorreiterrolle im Gurtsystem.

Praktische Over-the-Air-Updates garantieren immerhin, dass die intelligenten Gurt-Algorithmen über die gesamte Lebensdauer hinweg kontinuierlich dazulernen. Wer ein absolutes Maximum an präventiver Unversehrtheit sucht, erhält hier ein zukunftsweisendes System, das neue Massstäbe setzt.

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