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Elektro-Ferrari: Vibrationen statt V12-Sound

Maia Schmied
Maia Schmied

Echter Sound trotz E-Antrieb: Der neue Ferrari Luce nutzt Vibrationen für Gänsehaut-Momente. Erfahren Sie hier die Details ...

Lenkrad Ferrari Luca
Rekordverdächtiger Preis: Gerüchten zufolge wird das Serienmodell bei über 500'000 Euro starten, was es zu einem der teuersten Serien-Elektroautos der Welt machen würde. - ferrari

Die Stille in den sonnigen Hügeln der italienischen Emilia-Romagna wirkt beinahe ungewohnt für langjährige Ferrari-Enthusiasten. Statt kreischender Zwölfzylinder dominieren derzeit surrende Hochfrequenz-Geräusche die berühmte Teststrecke in Fiorano bei Maranello.

Die Traditionsmarke bereitet sich akribisch auf die grösste technische Transformation in ihrer über 75-jährigen Firmengeschichte vor. Ingenieure feilen leidenschaftlich an einem hocheffizienten Batteriemanagement-System, das völlig neue Massstäbe bei der Leistungsdichte setzen soll.

ferrari Luce
Die historische Entscheidung für den Namen Luce fiel am 9. Februar 2026 in der italienischen Zentrale. - Ferrari

Der erste vollelektrische Ferrari ist kein blosses Experiment, sondern ein klares technologisches Statement für die kommenden Jahrzehnte. Dieses Fahrzeug vereint die klassische Rennsport-DNA der Marke mit der lautlosen Präzision modernster elektrischer Antriebskomponenten.

Authentischer Sound durch Vibrationen

CEO Benedetto Vigna verspricht ein einzigartiges Klangerlebnis, das die emotionale DNA der Marke auch ohne Verbrennungsmotor perfekt verkörpert. Anders als die meisten Konkurrenten verzichtet Ferrari dabei vollständig auf künstlich erzeugte Lautsprecher-Geräusche im futuristischen Innenraum.

Die Akustik entsteht direkt aus den natürlichen Vibrationen der vier kraftvollen Elektromotoren und des gesamten mechanischen Antriebsstrangs. Hochsensible Beschleunigungssensoren am Gehäuse des Wechselrichters fangen diese spezifischen mechanischen Impulse direkt am Entstehungsort präzise ein.

Tarnung mit Humor: Die ersten Testträger rollten unter einer modifizierten Karosserie des Maserati Levante, um die wahre Silhouette zu verbergen.

Ein spezielles Verstärker-System leitet diese echten Schwingungen wie bei einer elektrischen Gitarre direkt an die tragende Fahrzeugstruktur weiter. Fahrer spüren die enorme Kraft der Beschleunigung dadurch nicht nur visuell, sondern als ehrliche Rückmeldung im ganzen Körper.

Hochleistung aus dem neuen E-Building

Die Produktion erfolgt im hochmodernen «E-Building», das Ferrari eigens für diese neue Ära am Standort Maranello errichtete. Hier fertigen hochqualifizierte Spezialisten die zentralen Komponenten wie Elektromotoren und Achsen in vollständiger, präziser Eigenregie.

Ferrari Luca Cockpit
Puristisches Design: Seit der Ära von Luca di Montezemolo steht das Interieur für eine Balance aus luxuriöser Eleganz und kompromissloser Sportlichkeit. - Ferrari

Das technologische Herzstück bildet eine 122-Kilowattstunden-Batterie, die aus 15 einzeln austauschbaren Modulen für eine maximale Langlebigkeit besteht. Durch diese interne Entwicklung behalten die Ingenieure die volle Kontrolle über die spezifische Leistungscharakteristik und das Gesamtgewicht des Fahrzeugs.

Ferrari Chassis
Strukturelles Herzstück: Die 122-kWh-Batterie ist direkt in das Chassis integriert und erhöht so die Steifigkeit des gesamten Fahrzeugs erheblich. - Ferrari

Vier Elektromotoren katapultieren den exklusiven Sportwagen mit über 1'000 PS Systemleistung in nur etwa zwei Sekunden auf Tempo 100. Ein extrem niedriger Schwerpunkt sorgt trotz der schweren Batteriepakete für die markentypische, sehr agile Querdynamik bei jeder Kurvenfahrt.

Premiere für den Ferrari Luce

Die offizielle Enthüllung des unter dem Namen «Luce» geführten Modells am 25. Mai 2026 markiert einen wahrhaft historischen Wendepunkt für den Automobilbau. Ferrari positioniert den exklusiven Stromer preislich dabei wenig überraschend im obersten Segment.

Schweizer Kunden zeigen bereits ein enormes Interesse und sicherten sich erste Produktionsplätze bei den lokalen Konzessionären in der ganzen Schweiz. Neben der reinen Elektro-Power bietet der Innenraum innovative OLED-Displays, die in enger Zusammenarbeit mit dem Technologieriesen Samsung entstanden sind.

Trotz dieser digitalen Revolution bleibt das Fahrzeug ein mechanisches Sammlerstück mit klarem Fokus auf langfristige Wertbeständigkeit und Fahrfreude.

Kommentare

User #5029 (nicht angemeldet)

Wenn das einzige Merkmal des Herstellers ist, dass das Auto ganz laut Brummbrumm macht, und die nostalgischen Fans davon nichts anderes wollen, dann kommt dieser künstliche Lärm heraus und der Hersteller schafft sich ab. Elektro geht anders, viele gewinnen, Ferrari und andere verlieren.

User #5465 (nicht angemeldet)

…high voltage Pferde-Schwurbis ahoi…!

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