Elektro-Ferrari: Vibrationen statt V12-Sound

Echter Sound trotz E-Antrieb: Der neue Ferrari Luce nutzt Vibrationen für Gänsehaut-Momente. Erfahren Sie hier die Details ...

Die Stille in den sonnigen Hügeln der italienischen Emilia-Romagna wirkt beinahe ungewohnt für langjährige Ferrari-Enthusiasten. Statt kreischender Zwölfzylinder dominieren derzeit surrende Hochfrequenz-Geräusche die berühmte Teststrecke in Fiorano bei Maranello.
Die Traditionsmarke bereitet sich akribisch auf die grösste technische Transformation in ihrer über 75-jährigen Firmengeschichte vor. Ingenieure feilen leidenschaftlich an einem hocheffizienten Batteriemanagement-System, das völlig neue Massstäbe bei der Leistungsdichte setzen soll.

Der erste vollelektrische Ferrari ist kein blosses Experiment, sondern ein klares technologisches Statement für die kommenden Jahrzehnte. Dieses Fahrzeug vereint die klassische Rennsport-DNA der Marke mit der lautlosen Präzision modernster elektrischer Antriebskomponenten.
Authentischer Sound durch Vibrationen
CEO Benedetto Vigna verspricht ein einzigartiges Klangerlebnis, das die emotionale DNA der Marke auch ohne Verbrennungsmotor perfekt verkörpert. Anders als die meisten Konkurrenten verzichtet Ferrari dabei vollständig auf künstlich erzeugte Lautsprecher-Geräusche im futuristischen Innenraum.
Die Akustik entsteht direkt aus den natürlichen Vibrationen der vier kraftvollen Elektromotoren und des gesamten mechanischen Antriebsstrangs. Hochsensible Beschleunigungssensoren am Gehäuse des Wechselrichters fangen diese spezifischen mechanischen Impulse direkt am Entstehungsort präzise ein.
Ein spezielles Verstärker-System leitet diese echten Schwingungen wie bei einer elektrischen Gitarre direkt an die tragende Fahrzeugstruktur weiter. Fahrer spüren die enorme Kraft der Beschleunigung dadurch nicht nur visuell, sondern als ehrliche Rückmeldung im ganzen Körper.
Hochleistung aus dem neuen E-Building
Die Produktion erfolgt im hochmodernen «E-Building», das Ferrari eigens für diese neue Ära am Standort Maranello errichtete. Hier fertigen hochqualifizierte Spezialisten die zentralen Komponenten wie Elektromotoren und Achsen in vollständiger, präziser Eigenregie.

Das technologische Herzstück bildet eine 122-Kilowattstunden-Batterie, die aus 15 einzeln austauschbaren Modulen für eine maximale Langlebigkeit besteht. Durch diese interne Entwicklung behalten die Ingenieure die volle Kontrolle über die spezifische Leistungscharakteristik und das Gesamtgewicht des Fahrzeugs.

Vier Elektromotoren katapultieren den exklusiven Sportwagen mit über 1'000 PS Systemleistung in nur etwa zwei Sekunden auf Tempo 100. Ein extrem niedriger Schwerpunkt sorgt trotz der schweren Batteriepakete für die markentypische, sehr agile Querdynamik bei jeder Kurvenfahrt.
Premiere für den Ferrari Luce
Die offizielle Enthüllung des unter dem Namen «Luce» geführten Modells am 25. Mai 2026 markiert einen wahrhaft historischen Wendepunkt für den Automobilbau. Ferrari positioniert den exklusiven Stromer preislich dabei wenig überraschend im obersten Segment.
Schweizer Kunden zeigen bereits ein enormes Interesse und sicherten sich erste Produktionsplätze bei den lokalen Konzessionären in der ganzen Schweiz. Neben der reinen Elektro-Power bietet der Innenraum innovative OLED-Displays, die in enger Zusammenarbeit mit dem Technologieriesen Samsung entstanden sind.
Trotz dieser digitalen Revolution bleibt das Fahrzeug ein mechanisches Sammlerstück mit klarem Fokus auf langfristige Wertbeständigkeit und Fahrfreude.





