Irritation: Royale Fuhrparks im Öko-Check

Zwischen Panzer-Kolossen und Öko-Treibstoff: Warum die angebliche Bescheidenheit im Fuhrpark von König Charles und Co. eine reine Illusion ist.

Moderne Monarchen inszenieren sich gerne als bodenständige Vorbilder für die Gesellschaft. Beim Blick auf ihre Fuhrparks entpuppt sich diese Bescheidenheit aber rasch als Illusion.
Hinter dicken Palastmauern dominieren schwer gepanzerte Kolosse mit enormem Treibstoffdurst den royalen Alltag. Ein britisches Paradebeispiel wiegt fast vier Tonnen und fordert gewaltige V8-Biturbo-Aggregate für den Vortrieb.
Klar ist also: Während Herr und Frau Schweizer über energieeffiziente Antriebe nachdenken, gelten für gekrönte Häupter eigene Gesetze.
Der Bentley der Windsors
König Charles nutzt für offizielle Staatsanlässe zwei massgefertigte Bentley State Limousinen. Diese Unikate bieten eine enorme Innenraumhöhe und erlauben dem Monarchen ein aufrechtes Einsteigen ohne Bücken.

Beim Blick auf den Antrieb fällt auf, dass Umweltfreundlichkeit hier keine Rolle spielt: Sein durstiger 6.75-Liter-Motor verbraucht gigantische Mengen Benzin und verfehlt zeitgemässe Effizienzstandards meilenweit.
Monacos Hybrid-Pionier gegen die neue Stromer-Klasse
Fürst Albert von Monaco setzt im mondänen Stadtstaat bewusst auf alternative Technologien. Zu seiner Hochzeit liess er einen Lexus LS 600h L in ein elegantes Landaulet mit Plexiglasdach umbauen.

Der japanische Vollhybrid punktet im dichten Stadtverkehr mit flüsterleiser, rein elektrischer Fortbewegung bei niedrigen Geschwindigkeiten. Die minimale E-Reichweite von wenigen Kilometern reicht heute aber kaum noch für eine glaubwürdige Öko-Bilanz.
Dennoch schlägt das monegassische Konzept den britischen Bentley-Fuhrpark beim lokalen Schadstoffausstoss um Längen.
Öko-Treibstoff und Hochspannung im britischen Fuhrpark
Neben schwerem Staatsblech pflegt König Charles eine Schwäche für sportliche Klassiker. Seinen geliebten Aston Martin DB6 Volante betreibt er mit einem Gemisch aus Bio-Ethanol, Weinresten und Molke.

Dieser kuriose Umbau senkt zwar fossile CO2-Emissionen, taugt wegen der begrenzten Rohstoffbasis aber keineswegs als massentaugliche Lösung für Autofahrer. Im Alltag weichen die jüngeren Royals deshalb längst auf alltagstaugliche Elektrofahrzeuge wie den Jaguar I-Pace oder den Audi e-tron aus.
Diese modernen Stromer bieten erstklassige Drehmomentwerte und fahren lokal komplett emissionsfrei durch die Londoner Umweltzone. Bei extremen Sicherheitsanforderungen stossen reine Batterieautos wegen des hohen Zusatzgewichts durch Panzerstahl jedoch an physikalische Grenzen.





