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    Porsche 963 RSP: Ein Le-Mans-Bolide auf der Strasse

    Maia Schmied
    Maia Schmied

    Ein Le-Mans-Prototyp mit Nummernschild, gepolstertem Sitz und Becherhalter. Den Porsche 963 RSP gibt es genau einmal, kaufen kann ihn niemand.

    Porsche 963 RSP
    Der Name des strassenzugelassenen Le-Mans-Unikats steht für «RennSport Penske» und ehrt den US-Motorsportmogul Roger Penske. - Porsche

    Am 6. Juni 2025 rollte der 963 RSP erstmals über Landstrassen bei Le Mans. Am Steuer sass Timo Bernhard, daneben fuhr der 917 von Graf Rossi, das historische Vorbild.

    Porsche 963 RSP
    Im Gegensatz zu folierten Rennfahrzeugen ist die filigrane Carbon-Kevlar-Karosserie aufwendig im historischen Farbton «Martini Silber» lackiert. - Porsche

    Geboren wurde die Idee für den 963 RSP an der Rennstrecke Road Atlanta. Dort sprachen die Verantwortlichen Timo Resch, Thomas Laudenbach und Urs Kuratle über eine Neuauflage der Rossi-Geschichte.

    Kuratle stammt aus der Schweiz und leitet bei Porsche das LMDh-Werksprogramm. Seine Laufbahn startete 1989 gleich mit dem Le-Mans-Sieg im Team Sauber-Mercedes.

    Strassentauglich mit wenigen Eingriffen

    Umgesetzt hat das Projekt die Sonderwunsch-Abteilung in Zuffenhausen, gemeinsam mit Porsche Classic in Atlanta. Lackiert statt foliert: Als erster 963 trägt der RSP echten Lack in Martini-Silber.

    Porsche 963 RSP
    Das exklusive Cockpit verbindet pure Renntechnik mit feinstem hellbraunem Leder, Alcantara und einem klimatisierten Karbonsitz. - Porsche

    Für die Strasse fuhren die Ingenieure die Bodenfreiheit auf den Maximalwert hoch. Die Multimatic-Dämpfer stehen auf der weichsten Stufe.

    Die Steuerelektronik bedient nun Blinker und ein strassentaugliches Licht. Dazu kommen abgedeckte Radkästen, Regenreifen von Michelin und eine Hupe.

    Das Herz stammt vom 918 Spyder

    Tanken könnten Sie den RSP an jeder Zapfsäule: Der Antrieb verträgt normales Benzin. Für eine normale Typengenehmigung reichte es aber nicht: Gefahren wurde mit französischen W-Kennzeichen und Sondererlaubnis.

    Im Heck arbeitet ein 4,6-Liter-V8 mit zwei Turboladern von Van der Lee. Er leistet bis zu rund 680 PS und dreht je nach Reglement über 8000/min.

    Rund 80 Prozent der Motorbauteile teilt er mit dem 918 Spyder. Zwischen Motor und Siebengang-Getriebe von Xtrac sitzt ein Elektromotor von Bosch.

    Ein Rennwagen mit Becherhalter

    Dieser E-Motor speist sich aus einer 1.35-kWh-Batterie und liefert kurzzeitig 30 bis 50 kW. Im RSP ist die Kraftabgabe weicher abgestimmt, langsam rollt er auch rein elektrisch.

    Innen ersetzt hellbraunes Leder mit Alcantara die nackte Kohlefaser. Der Carbon-Sitz ist gepolstert und, wie im Rennwagen, klimatisiert.

    FIRST DRIVE: Porsche 963 RSP – Most Extreme Road Car Ever!

    Gestartet wird über einen Laptop, der in einer eigenen Ablage neben dem Fahrer liegt. Ein abnehmbarer Becherhalter aus dem 3D-Drucker hält einen Porsche-Reisebecher fest.

    Porsche 963 RSP – Daten & Highlights

    • Typ: Einzelstück auf Basis des LMDh-Rennwagens 963
    • Motor: 4.6-l-V8-Biturbo, bis rund 680 PS
    • Hybrid: Bosch-MGU 30–50 kW, Batterie 1.35 kWh, 800 V
    • Getriebe: Xtrac, sequenziell, sieben Gänge
    • Fahrwerk: maximale Bodenfreiheit, DSSV-Dämpfer auf weichster Stufe
    • Räder: 18 Zoll, OZ-Schmiedefelgen, Michelin-Regenreifen
    • Lack: Martini-Silber, dreischichtig
    • Zulassung: französische W-Kennzeichen, Sondergenehmigung
    • Preis: unverkäuflich

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