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    Porsche Mission X: 1 PS pro Kilo im Hypercar

    Maia Schmied
    Maia Schmied

    Mit 1'500 PS und Rekord-Ladeleistung läutet der Porsche Mission X die elektrische Hypercar-Ära ein – vom Nürburgring auf Schweizer Strassen?

    Porsche Mission X
    Nordschleifen-Rekord: Laut Porsche-Führung geht der Wagen nur in Serie, wenn er das schnellste strassenzugelassene Auto auf der Nürburgring-Nordschleife wird. - Porsche

    Die Antwort aus Zuffenhausen auf die automobile Zeitenwende rollt leise, aber mit spürbarer Wucht an den Start. Mit dem Mission X will Porsche das schnellste strassenzugelassene Fahrzeug auf die Nürburgring-Nordschleife bringen.

    Damit markiert die seriennahe Studie einen radikalen Epochenwechsel für die Zuffenhausener. Das technische Fundament des elektrischen Hypercars bildet ein kompromissloses Leistungsgewicht von rund einem Kilogramm pro PS.

    Bei einem geplanten Leergewicht von rund 1'500 Kilogramm entspricht dies einer Spitzenleistung im Bereich von 1'500 PS. Die Batterie sitzt dabei nicht flach im Wagenboden, sondern kompakt zentriert hinter den beiden Carbonsitzen.

    E-Core-Architektur und fahrphysikalische Spitzenwerte

    Dieses sogenannte E-Core-Layout spiegelt das klassische Mittelmotorkonzept wider und sorgt für eine extrem agile Gewichtsverteilung. Ein hochmoderner Allradantrieb leitet die gewaltigen Kräfte über eine radselektive Drehmomentverteilung bedarfsgerecht an alle vier Räder.

    Porsche Mission X
    Wirtschaftlichkeit: Eine Entscheidung zur Umsetzung hängt stark von der Nachfrage und Rentabilität im Segment extrem hochpreisiger Elektro-Hypercars ab. - Porsche

    Damit soll der Standardsprint von null auf 100 km/h in deutlich unter zwei Sekunden gelingen. Erst bei forcierter Fahrweise entfaltet das ausgefeilte Aerodynamikkonzept auf schnellen Streckenabschnitten sein volles Potenzial.

    Porsche strebt Abtriebswerte an, die das Niveau des aktuellen 911 GT3 RS signifikant überflügeln. Weit über 860 Kilogramm Anpressdruck saugen den Sportwagen bei Höchstgeschwindigkeit förmlich an den Asphalt.

    Dynamik in den Kehren und rekordverdächtige Ladetechnik

    In engen Kehren eliminiert das fein austarierte Torque Vectoring gemeinsam mit dem tiefen Schwerpunkt jedes Untersteuern. Die Mischbereifung mit 20-Zoll-Rädern vorn und 21-Zoll-Rädern hinten sorgt für ein enormes Mass an mechanischem Grip.

    Porsche Mission X
    Mittelmotor-Layout: Das zentrale «e-Core-Layout» platziert das schwere Batteriepaket für eine zentrierte Masse direkt hinter den Sitzen statt flach im Unterboden. - Porsche

    Das nach oben offene Rennsportlenkrad ermöglicht millimetergenaue Präzision bei jedem Richtungswechsel. Ein mindestens ebenso entscheidender Technologiesprung verbirgt sich in der neu entwickelten 900-Volt-Systemarchitektur.

    Damit soll der Mission X etwa doppelt so schnell elektrische Energie aufnehmen wie das bisherige Spitzenmodell Taycan Turbo S. In der Praxis bedeutet dies Ladeleistungen von weit über 400 Kilowatt an entsprechenden Hochleistungssäulen.

    Zukunft als begehrtes Sammlerobjekt?

    Für eine potenzielle Kleinserie taxieren Branchenexperten den Einstandspreis auf mindestens 2.5 bis 3 Millionen Franken. Historische Ikonen wie der Carrera GT und der 918 Spyder legten zuvor bereits eindrucksvolle Wertsteigerungen vor.

    Porsche Mission X
    Asymmetrisches Cockpit: Die zweifarbige Sitzgestaltung mit Kalaharigrau für den Piloten und Andalusiabraun für den Passagier richtet den Innenraum kompromisslos auf den Fahrer aus. - Porsche (Screenshot)

    Streng limitierte Technologieträger aus Zuffenhausen geniessen im Alpenland seit jeher den Status textbuchartiger Renditeobjekte. Klar ist: Für Porsches elektrischen Aufbruch könnte es kaum ein wirksameres Aushängeschild geben.

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    Kommentare

    User #6010 (nicht angemeldet)

    Einfach so witzig wie alle Leute sich immer in den Kommentarspalten wie kleine Kinder streiten xD

    User #1938 (nicht angemeldet)

    Endlich mal können die Sammlerautos die sowieso praktisch nie gefahren werden weil sie in irgendwelchen Garagen rumstehen vernünftig genutzt werden, als Heimspeicher zwar etwas teuer, aber wenigstens tragen sie dazu bei, dass wir die Energiewende schaffen werden.

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