Ketchup statt Plastik: Die verrücktesten Auto-Trends

Vergessen Sie autonome Fahrzeuge oder riesige Bildschirme im Cockpit. Die wahre Zukunft der Mobilität überrascht mit völlig unerwarteten Technologien.

Aktuelle Fahrzeuge gleichen heute rollenden Computern und beeindrucken mit enormer Rechenleistung. Doch abseits der bekannten Trends entwickeln Ingenieure andere, noch faszinierendere Technologien.
Oft wirken diese Erfindungen, als stammten sie aus einem Science-Fiction-Film. Trotzdem könnten sie den Alltag auf unseren Schweizer Strassen in Zukunft grundlegend verändern.
Wir zeigen Ihnen fünf geniale Innovationen der Automobilbranche.
Reifen mit eigener Photosynthese
Autoreifen bestehen traditionell aus schwarzem Gummi und verursachen Feinstaub. Der Hersteller Goodyear bricht mit dem Konzept «Oxygene» diese Logik auf.

In der Seitenwand dieses Reifens wächst lebendes Moos für eine bessere Luftqualität. Das Profil nimmt Feuchtigkeit auf und wandelt Kohlendioxid in frischen Sauerstoff um.
Die dabei entstehende Energie betreibt die interne Elektronik des Rades. Ein Lichtstreifen in der Felge leuchtet so ohne externe Stromquelle.
Schlaglöcher generieren wertvollen Strom
Schlechte Strassenbeläge und tiefe Schlaglöcher ärgern die meisten Autofahrer täglich. Moderne regenerative Fahrwerke verwandeln diesen Frust jetzt in nutzbare Energie.
Systeme wie das eROT-Fahrwerk von Audi fangen die kinetische Energie von Erschütterungen auf. Ein elektromechanischer Dämpfer wandelt die Auf- und Abwärtsbewegungen direkt in Elektrizität um.

Der gewonnene Strom fliesst umgehend in die Batterie des Fahrzeugs. Schlechte Fahrbahnen erhöhen somit automatisch die Reichweite Ihres Autos.
Airbags schützen von aussen
Luftkissen im Innenraum gehören seit Jahrzehnten zum Standard jeder Sicherheitsausstattung. Der Automobilzulieferer ZF verlagert den Schutz nun nach draussen.
Ein externer Seitenairbag zündet Bruchteile einer Sekunde vor einem drohenden Aufprall. Hochpräzise Radar- und Lidar-Sensoren scannen dafür permanent die Fahrzeugumgebung in Echtzeit.
Das Kissen vergrössert die Knautschzone im entscheidenden Moment massiv. Dieses System senkt das Verletzungsrisiko für Insassen um bis zu 40 Prozent.
Karosserien heilen sich selbst
Kratzer im Lack oder Risse im teuren Kohlefaser-Chassis kosten viel Geld. Lamborghini entwickelte mit Forschern eine revolutionäre Lösung gegen Materialermüdung.

Die futuristische Konzeptstudie Terzo Millennio besitzt eine völlig selbstheilende Karosserie. Mikrofeine Kanäle durchziehen die gesamte Struktur aus leichtem Carbon.
Bei einer Beschädigung fliesst sofort eine spezielle chemische Heilsubstanz in den Spalt. Die Flüssigkeit härtet schnell aus und repariert den Schaden autonom.
Ketchup-Reste und Kakteen als Baumaterial
Die Suche nach nachhaltigen Materialien führt zu äusserst ungewöhnlichen Kooperationen. Autohersteller ersetzen klassischen Kunststoff zunehmend durch biologische Abfallprodukte.
Ford nutzt getrocknete Tomatenschalen aus der Ketchup-Produktion für Kabelkanäle und Halterungen. Andere Marken setzen auf veganes Leder aus robusten Kaktusfasern.
Auch Bauteile aus Hanf oder Ananasblättern finden den Weg in moderne Cockpits. Diese Werkstoffe reduzieren das Fahrzeuggewicht und schonen gleichzeitig die Ressourcen.





