Der verschollene Mustang von Steve McQueen

Vom Alltagswagen zum Millionen-Schatz: Entdecken Sie die unglaubliche Geschichte von Steve McQueens verloren geglaubtem Ford Mustang aus dem Kultfilm Bullitt.

Der 1968er Ford Mustang GT aus dem Kultfilm «Bullitt» mit Steve McQueen blieb über Generationen hinweg unauffindbar. Bis er aus dem Nichts wieder auftauchte:
Von einem solchen Scheunenfund der absoluten Extraklasse dürfte wohl jeder Oldtimer-Fan träumen.
Die Jagd nach dem verschollenen Hollywood-Star
Steve McQueen versuchte zeit seines Lebens vergeblich, dieses ikonische Fahrzeug für seine private Sammlung zurückzukaufen. Die Familie Kiernan hütete das mechanische Geheimnis jedoch über zwei Generationen hinweg wie einen Augapfel.

Robert Kiernan erwarb den grünen Fastback im Jahr 1974 ganz unspektakulär über eine einfache Zeitungsanzeige. Seine Frau nutzte den PS-starken Klassiker daraufhin jahrelang völlig pragmatisch für den täglichen Arbeitsweg.
Niemand in der Nachbarschaft ahnte auch nur im Geringsten etwas von der glanzvollen Hollywood-Vergangenheit dieses Wagens. Nach einem Getriebeschaden verschwand der Mustang schliesslich hinter den verschlossenen Türen einer Garage in New Jersey.
Vom Alltagswagen zum unbezahlbaren Kultobjekt
Robert Kiernan wollte das Auto mit seinem Sohn restaurieren, doch eine schwere Krankheit verhinderte das Projekt. Briefe von Steve McQueen mit persönlichen Kaufangeboten blieben von der Familie konsequent und standhaft unbeantwortet.
Der Wagen verblieb so im absoluten Originalzustand und entzog sich jahrzehntelang der glitzernden Welt der Spekulanten. Erst zum 50. Jubiläum des Films im Jahr 2018 präsentierte Sohn Sean Kiernan das Fahrzeug erstmals der staunenden Weltöffentlichkeit.

Der Mustang trug stolz die tiefen Spuren der Zeit und den Rost vergangener Jahrzehnte auf seinem Blech.
Ein Rekordgebot für pure Authentizität
Bei einer spektakulären Auktion im Jahr 2020 erzielte der Wagen die Rekordsumme von beeindruckenden 3.74 Millionen Dollar. Der Mustang GT Fastback beeindruckt technisch vor allem durch seinen 6.4-Liter-V8-Motor mit satten 325 PS.
Erfahrene Mechaniker modifizierten das Fahrwerk des Filmwagens speziell für die harten Sprünge in den Strassen San Franciscos. Zusätzliche Verstärkungen an den Aufhängungen verhinderten damals den totalen Bruch bei den legendären Verfolgungsjagden.

Die Techniker entfernten sämtliche Logos und den glänzenden Chrom für einen bewusst rauen Look.
Technische Details als Zeitzeuge der Filmkunst
Sogar die Markierungen für die Kameras sind heute noch am Unterboden des Fahrzeugs deutlich sichtbar. Diese authentischen Details machen den Wagen für Experten zu einem unersetzlichen Dokument der frühen Filmtechnik.
Die Sitze weisen noch immer jene Risse auf, die während der strapaziösen Dreharbeiten entstanden sind. Sean Kiernan entschied sich bewusst gegen eine glänzende Neulackierung des berühmten Farbtons «Highland Green».

Der Erhalt der Patina steigerte den historischen Wert massiv. Die Legende von «Bullitt» lebt in diesem unberührten Blech für immer weiter.





