Cadillac

    Cadillac DeVille: Als Schiffe noch auf Strassen fuhren

    Maia Schmied
    Maia Schmied

    8.2 Liter V8 & 6 Meter Stahl: Wo moderne Motoren an ihre Grenzen stossen, fängt dieser Gigant erst an zu atmen. Ein majestätisches Schiff auf Rädern . . .

    Cadilacd Coupe
    Sparsamkeit war Nebensache: Trotz der Ölkrise von 1973 blieb der 1975er DeVille seinem Ruf als durstiger Gleiter treu. - That Hartford Guy

    Der Luxus einer vergangenen Ära: Das souveräne Gleiten in einem Cadillac Coupe DeVille von 1975 ist bis heute unübertroffen.

    Unter der gewaltigen Motorhaube arbeitet ein V8-Triebwerk mit unglaublichen 8.2 Litern Hubraum. Diese mechanische Wucht steht im reizvollen Kontrast zur sanften Federung, die jede Bodenwelle ganz gemütlich ausgleicht.

    Nostalgie mit acht Zylindern

    Das Fahrzeug verkörpert das Ende einer Epoche, in der Benzinpreise eine untergeordnete Rolle spielten. In der Schweiz ist dieser seltene Strassenkreuzer heute ein nostalgischer Blickfang par excellence.

    Das Herzstück des 1975er Modells bildet der legendäre 500-Kubikzoll-Motor. Trotz dieser gewaltigen Dimensionen liefert das Triebwerk eine eher entspannte Leistung von etwa 190 PS.

    Cadillac Coupe
    Neben diesem Strassenkreuzer wirken selbst die protzigsten SUVs klein. - That Hartford Guy

    Die Ingenieure optimierten das Aggregat konsequent auf Laufruhe statt auf rohe Rennsportkraft.

    Innovation und amerikanischer Luxus

    Ein modernes Einspritzsystem von Bendix fand im Jahr 1975 erstmals optional seinen Weg in die Serie. Fahrer genossen dadurch ein deutlich verbessertes Startverhalten und eine stabilere Leerlaufdrehzahl.

    Der Innenraum gleicht eher einem herrschaftlichen Wohnzimmer auf Rädern als einer konventionellen Fahrkabine. Cadillac setzte 1975 auf edle Veloursstoffe und massiv gepolsterte Sitzbänke für maximalen Reisekomfort.

    Cadillac Coupe DeVille
    Sofa-Feeling: Die durchgehende Sitzbank ermöglichte es theoretisch, dass drei Personen in der ersten Reihe Platz fanden. - That Hartford Guy

    Erstaunlicherweise bot der Hersteller bereits Mitte der Siebzigerjahre ein frühes Airbag-System namens ACRS an. Damals eine technische Pionierleistung.

    Präsenz auf allen Strassen

    Die enorme Aussenlänge von fast sechs Metern garantiert eine imposante Präsenz auf jeder Hauptstrasse. Elektrische Fensterheber und eine Klimaautomatik gehörten schon damals zur gehobenen Grundausstattung.

    Das Manövrieren durch enge Schweizer Altstädte erfordert mit diesem Schiff wenig überraschend echtes Fingerspitzengefühl. Die extrem leichtgängige Servolenkung lässt den Fahrer zumindest physisch kaum ins Schwitzen geraten.

    Wer einen solchen Klassiker unterhalten möchte, findet dank spezialisierter Händler glücklicherweise einfach Ersatzteile aus den USA. Viele Bauteile überdauern die Jahrzehnte ohnehin problemlos: Besonders die robuste Dreigang-Automatik gilt bei regelmässigem Ölwechsel als nahezu unzerstörbar.

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    Kommentare

    User #4548 (nicht angemeldet)

    Super schönes Design gepaart mit tollen V8 Motoren. Dies war noch reine Ingenierskunst

    User #2136 (nicht angemeldet)

    Damals waren die Strassen halt auch noch für AUTOs, und nicht für E-Velos, E-Trottinetts, E-Bikes und Klimakleberlis! Was sich heute alles so auf Strassen tummelt, hat zu 95% gar nichts auf Strassen verloren! Da haben allerdings die Planer der Städte und allen viel befahrenen Regionen, versagt.

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