Tesla

    Mythos Tesla: Die fast unbekannte Gründungsstory

    Maia Schmied
    Maia Schmied

    Tesla ist eine Weltmarke. Doch die Anfänge sind turbulenter als gedacht. Nicht Elon Musk gründete die Firma – wer steckt hinter der E-Auto-Revolution?

    Tesla
    Tesla steckt derzeit in einer Krise. - depositphotos

    Man sieht sie an jeder Ecke in Zürich, Genf oder Bern. Die Elektroautos von Tesla prägen das moderne Strassenbild der Schweiz.

    Viele verbinden die Marke untrennbar mit einer Person: Elon Musk. Doch die Geschichte von Tesla begann nicht mit Musk.

    Sie startete 2003 mit zwei Ingenieuren in Kalifornien, die beweisen wollten, dass Elektromobilität Spass machen kann.

    Die wahren Gründer und Musks Einstieg

    Tesla Motors wurde 2003 von Martin Eberhard und Marc Tarpenning gegründet. Sie entwickelten die Idee für einen Hochleistungs-Elektrosportwagen.

    Martin Eberhard Tesla Roadster
    Martin Eberhard war der Mitbegründer und erste CEO von Tesla, der massgeblich an der Entwicklung des ersten Tesla-Fahrzeugs, des Roadsters, beteiligt war. - Nicki Dugan

    Elon Musk stiess 2004 als Hauptinvestor der ersten grossen Finanzierungsrunde (Series A) hinzu. Musk übernahm den Vorsitz des Verwaltungsrats.

    Spätere Rechtsstreitigkeiten klärten, dass fünf frühe Schlüsselfiguren, einschliesslich JB Straubel, sich «Mitgründer» nennen dürfen.

    Highlights einer Revolution

    Der erste Tesla Roadster sorgte 2008 für Aufsehen. Er nutzte Lithium-Ionen-Akkus und zeigte das Potenzial der Technologie.

    Das Model S definierte 2012 die elektrische Oberklasse neu. Tesla baute zudem ein eigenes globales Ladenetzwerk auf, die Supercharger.

    Tesla Roadster
    Der Tesla Roadster war das erste Serienfahrzeug von Tesla und bewies als vollelektrischer Sportwagen auf Basis des Lotus Elise die Leistungsfähigkeit von Elektroautos. - Fogcat5

    Das Unternehmen bewies mit den Gigafactories, dass eine Massenproduktion von Batterien möglich ist. Diese Strategie revolutionierte die gesamte Branche.

    «Production Hell» und Lowlights

    Mehrfach stand Tesla kurz vor dem Bankrott. Die Hochlaufphase des Model 3 stürzte die Firma in die sogenannte «Produktionshölle».

    Elon Musks unberechenbare Kommunikation, etwa auf Twitter (heute X), führte oft zu Bedenken bei Investoren. Auch die Qualität der Fahrzeuge sorgte immer wieder für Kritik.

    Tesla
    Tesla Semi: Der Semi wurde erstmals im November 2017 als Prototyp vorgestellt. Angetrieben wird der Semi von drei unabhängigen Elektromotoren an den Hinterachsen. - Korbitr

    Schlechte Spaltmasse, Lackprobleme und defekte Bauteile trübten das Bild. Ebenso sorgten die Fähigkeiten des «Autopiloten» für rechtliche Auseinandersetzungen.

    Der Mythos Tesla

    Der Mythos Tesla speist sich aus der Idee der Disruption. Tesla positionierte sich als Tech-Unternehmen, nicht als traditioneller Autobauer.

    Die Marke verspricht eine nachhaltige Zukunft durch Technologie. Elon Musk ist das Zentrum dieses Mythos.

    Er ist Visionär und Reizfigur zugleich, was den Markenwert zuletzt jedoch auch belastete.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #2020 (nicht angemeldet)

    Solchen Schrott kauf ich nicht

    User #4092 (nicht angemeldet)

    Das Elektrozeug war Teil einer übergordneten Strategie von schwerstreichen Leuten. Wenn die nicht immer Geld nachgeschossen hätten, wäre Tesla auch in der Versenkung verschwunden.

    Weiterlesen

    Ford Excursion
    Ford
    Mercedes SL300
    1 Interaktionen
    Kult
    Mercedes 540 K Streamliner
    Mercedes-Benz
    Kamera Cockpit
    20 Interaktionen
    Tech
    Audi Q9
    22 Interaktionen
    Audi
    KIA EV6
    2 Interaktionen
    Kia