Gegenangriff: Deutsche Ingenieure schocken China

Maia Schmied
Maia Schmied

Vorsprung: 5 deutsche Patente setzen die Welt unter Druck. Erfahren Sie, wie Porsche, BMW & Co. die Mobilität von morgen gerade radikal neu definieren.

Porsche 6-Takt
Zwei Arbeitstakte: Das 6-Takt-Patent von Porsche beschreibt einen Zyklus mit zwei Verbrennungsphasen, was die Effizienz und Leistungsdichte massiv steigern könnte. - Porsche

Innovative Softwarearchitekturen und radikale Antriebskonzepte bestimmen heute massgeblich den Marktwert moderner Fahrzeuge. China besetzte das Feld der Elektromobilität frühzeitig und dominiert derzeit die weltweite Batteriefertigung.

Doch deutsche Ingenieure nutzen ihr tiefgreifendes Verständnis für komplexe mechanische Systeme, um den Spiess umzudrehen. Sie sichern sich Patente, deren Innovationskraft weit über die blosse Optimierung herkömmlicher Akkuzellen hinausgeht.

Porsche: Effizienzsteigerung durch radikale Neukonstruktion

Porsche arbeitet an einer Revolution des Verbrennungsmotors, die dem klassischen Konzept eine völlig neue Zukunftsperspektive gibt. Ein aktuelles Patent beschreibt ein Triebwerk, das mit sechs statt der üblichen vier Takte arbeitet.

Erklärung des Patents von Porsche (englische Sprache).

Diese Technologie nutzt zwei zusätzliche Arbeitsphasen, um eine maximale thermische Effizienz im Betrieb zu erreichen. Die Kurbelwelle bewegt sich dabei auf einer geometrisch völlig neu konzipierten Bahn innerhalb des Gehäuses.

Dadurch sinken die Emissionen signifikant, während die Leistungsentfaltung im Vergleich zu herkömmlichen Motoren massiv steigt. Diese mechanische Meisterleistung bleibt für den Wettbewerb ohne deutsches Spezialwissen vorerst unerreicht.

BMW: E-Ink-Wunder

BMW verändert das Erscheinungsbild des Fahrzeugs grundlegend und macht die Karosserie per Knopfdruck digital steuerbar. Die patentierte E-Ink-Technologie verwandelt die gesamte Aussenhaut in ein interaktives und individualisierbares Display.

BMW E-Ink.

Tausende Mikrokapseln richten sich durch gezielte elektrische Impulse innerhalb von Millisekunden neu aus. Das Fahrzeug wechselt seine äussere Erscheinung so fliessend von hellem Weiss zu einem tiefen Schwarz.

Im Sommer reflektiert eine helle Oberfläche die Sonneneinstrahlung effizienter und reduziert so die Hitzeentwicklung im Inneren. Das entlastet die Klimaanlage spürbar und schont die wertvolle Reichweite der Hochvolt-Batterie.

Mercedes-Benz: Die neue Ära der Feststoffbatterien

Mercedes-Benz nähert sich bei der elektrischen Reichweite nun der magischen Grenze von 1'000 Kilometern im Realbetrieb. Ein wegweisendes Patent zur Integration von Feststoffbatterien macht diesen technologischen Sprung erst möglich.

Mercedes Benz (screenshot)
Der heilige Gral: Feststoffbatterien nutzen einen festen statt flüssigen Elektrolyten, was sie nahezu unbrennbar macht. - Mercedes

Diese neuartigen Zellen verzichten vollständig auf brennbare, flüssige Elektrolyte im Inneren der Batterieeinheit. Gleichzeitig erhöht sich die Energiedichte im direkten Vergleich zu aktuellen Lithium-Ionen-Akkus massiv.

Erste Testfahrzeuge legten mit nur einer Ladung bereits Distanzen von über 1'300 Kilometern erfolgreich zurück. Die Stuttgarter untermauern hiermit ihren Anspruch auf die technologische Führung im internationalen Luxussegment.

Bosch: Wasserstoff als Schlüssel für den Schwerverkehr

Bosch treibt die Serienreife des Wasserstoffmotors voran, um vor allem schwere Lastwagen nachhaltig anzutreiben. Ein spezielles Patent für Hochdruck-Einspritzventile bildet dabei das technologische Rückgrat dieser Entwicklung.

Wasserstoff Bosch
Der Allesbrenner: Bosch entwickelt spezielle Injektoren, die es ermöglichen, herkömmliche Verbrennungsmotoren fast ohne Umbau mit Wasserstoff zu betreiben. - Bosch

Das System injiziert den Kraftstoff unter hohem Druck direkt in den erhitzten Brennraum des Motors. So erzielt das Aggregat Wirkungsgrade, die auf dem Niveau eines hocheffizienten modernen Dieselmotors liegen.

Die deutsche Lösung ist in der Gesamtkalkulation deutlich kostengünstiger als die Produktion komplexer Brennstoffzellensysteme. Bestehende Motorenwerke können ihre Produktion mit dieser Technik zudem vergleichsweise unkompliziert und kosteneffizient umrüsten.

Thermomanagement, made in Germany

Deutsche Hersteller dominieren laut aktuellen Studien zudem das Feld des intelligenten Thermomanagements für Elektroautos. Ein neues Patentpaket bündelt Heizung, Kühlung und Ladevorgänge in einem hocheffizienten Gesamtsystem.

Jedes Grad an Abwärme wird von der Software genutzt, um die Innenraumtemperatur präzise und energiesparend zu steuern. Das stabilisiert die Reichweite der Fahrzeuge insbesondere bei extremen Minustemperaturen im Winter deutlich.

Kommentare

User #5029 (nicht angemeldet)

Der 6 Takt Motor hat massiv mehr Komponenten, ist teuer, mehr Gefahr für Defekte, wartungsaufwändig, hat erhöhten Verschleiss, Vibrationen, welche aufwändig zu vermindern sind, hat massive NOx Emissionen, und so weiter. Ich bin für weniger Fehleranfällige Komponenten und mehr Effizienz, daher Elektro.

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