Denza Z Racing: Albtraum für Porsche & Co

Chinas neues Elektro-Monster demütigt Ferrari und Porsche mit absurden Leistungswerten. Doch braucht die Schweiz wirklich ein Geschoss mit 1604 PS?

Die europäische Vorherrschaft bei edlen Supersportwagen scheint endgültig Geschichte: Mit dem vollelektrischen Denza Z bringt der BYD-Konzern ein viersitziges Hypercar nach Europa, das mit 1179 Kilowatt Leistung schockiert.
Diese schiere Kraft entspricht atemberaubenden 1604 PS, die über drei Elektromotoren und einen hochentwickelten Allradantrieb auf den Asphalt gepresst werden. Während Traditionsmarken wie Ferrari oder Porsche noch an der perfekten Balance feilen, setzen die Chinesen auf brute, digitale Dominanz.

Das Fahrzeug nutzt eine Steer-by-Wire-Lenkung ohne mechanische Lenksäule sowie ein extrem reaktionsschnelles Magnetfahrwerk. Doch kann diese vollgestopfte Hightech-Plattform auf den anspruchsvollen Schweizer Strassen überhaupt überzeugen?
Digitale Revolution gegen etablierte Fahrdynamik
Das Datenblatt des chinesischen Angreifers liest sich wie eine absolute Kampfansage an die etablierte Konkurrenz. Mit der neuen Flash-Charging-Technologie lädt die Batterie mit bis zu 1500 Kilowatt in nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent.
Eine solche Ladegeschwindigkeit lässt selbst modernste europäische Elektro-Plattformen alt aussehen. Beim Fahrwerk setzt Denza auf das adaptive DiSus-M-System, das Wankbewegungen in Millisekunden ausgleichen soll.
Die Höchstgeschwindigkeit des eleganten Coupés wird elektronisch bei 300 Kilometern pro Stunde abgeriegelt. Optionale Rennpakete versprechen sogar Spitzenwerte von bis zu 350 Kilometern pro Stunde für die Rennstrecke.
Der schwere Preis der brutalen Leistung
Trotz aller technischen Finessen offenbart der Luxus-Sportler im direkten Vergleich zur Benchmark gravierende Defizite. Mit einem Leergewicht von bis zu 2.3 Tonnen ist der Denza Z für einen echten Sportwagen viel zu schwer geraten.

Ein klassischer Porsche 911 oder ein McLaren wiegen teilweise fast eine Tonne weniger und bieten dadurch eine unschlagbare Agilität. Das immense Gewicht macht sich besonders beim harten Anbremsen vor engen Kurven negativ bemerkbar.
Zudem entkoppelt die rein digitale Steer-by-Wire-Lenkung den Fahrer komplett von der Strasse. Es fehlt das mechanische, ehrliche Feedback, das Schweizer Autoliebhaber auf kurvigen Alpenpässen so sehr schätzen.
Exklusiver Marktstart mit kalkuliertem Risiko
Erstaunlicherweise priorisiert der Hersteller beim weltweiten Marktstart explizit Europa noch vor dem umkämpften Heimatmarkt China. Mit einem erwarteten Einstiegspreis von umgerechnet rund 165'000 Franken positioniert sich das Hypercar als echtes «Schnäppchen» im Premiumsegment.
Etablierte Konkurrenten verlangen für eine vergleichbare Performance oft das Doppelte oder Dreifache. Wer sich auf das Abenteuer einlässt, erhält ein exklusives Fahrzeug mit einer WLTP-Reichweite von rund 410 Kilometern.
Ob das ausreicht, um das mangelnde Prestige der neuen Marke in der Schweiz zu kompensieren, bleibt abzuwarten. Die ersten Auslieferungen an Schweizer Kunden sind bereits für das Ende des laufenden Jahres geplant.





