Antriebe und Fahrwerke: Ist das Magie?

Maia Schmied
Maia Schmied

Zwei Tonnen Blech tricksen die Physik aus: Wie SUVs die Fliehkraft überlisten und warum Sie keine Ahnung haben, wie Ihr Wagen das macht.

Genesis GV60
Blitzschnelles Laden: Mit seiner 800-Volt-Architektur lädt der GV60 in nur 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent. - Genesis

Die rasanten Entwicklungen in der weltweiten Automobiltechnik überfordern so manchen Schweizer Autokäufer beim Händler. Sensor-Fusionen und komplexe 800-Volt-Architekturen klingen für viele Laien oft nach reiner Science-Fiction.

Unser kompakter Ratgeber bringt verständliches Licht in das technische Dunkel der aktuellen Fahrzeuggenerationen.

Intelligente Antriebe für maximale Effizienz

Klassische Verbrennungsmotoren mutieren durch moderne digitale Steuerungen zu echten Meisterwerken der Thermodynamik. Systeme wie nockenwellenlose Ventilsteuerungen passen sich permanent an Ihren persönlichen Fahrstil an.

Diese neue Technik optimiert den aktuellen Treibstoffverbrauch in jeder Millisekunde radikal. Gleichzeitig garantieren veränderbare Kolbenhübe maximale Leistung bei einer sportlichen Fahrt auf der Autobahn.

Die saubere Verbrennung erfüllt selbst die strengsten europäischen Abgasnormen im Alltag mühelos. Schweizer Autofahrer profitieren so von spürbar sinkenden Ausgaben an der Zapfsäule.

E-Mobilität am Limit der Physik

Elektroautos bestehen längst nicht mehr nur aus einer Batterie und einem einfachen Elektromotor. Moderne 800-Volt-Architekturen ermöglichen mittlerweile extrem kurze Ladezeiten an den Schweizer Autobahnraststätten.

XPENG G6
XPENG G6: Dank der 800-Volt-Architektur lädt dieser Stromer in nur 10 Minuten bis zu 300 Kilometer Reichweite nach. - XPENG

Spezielle Siliziumkarbid-Inverter leiten den kostbaren Strom dabei fast ohne jegliche Energieverluste weiter. Diese enorme Leistung erfordert allerdings ein hochentwickeltes und permanent aktives Thermomanagement.

Zusätzlich verteilt die präzise Funktion des Torque Vectorings die Antriebskräfte blitzschnell auf die einzelnen Räder. Ihr Fahrzeug zieht sich dadurch stabil und sicher durch jede enge Bergkurve.

Fahrwerke überlisten die Fliehkraft

Moderne SUVs wiegen heute im Durchschnitt schnell weit über zwei Tonnen Gewicht. Trotzdem lenken sich diese schweren Kolosse erstaunlich agil wie ein kompakter Sportwagen.

Elektromechanische Stabilisatoren arbeiten mit starken 48-Volt-Systemen aktiv gegen die starke Fliehkraft. Das System drückt den schweren Wagen in der Kurve automatisch in eine waagerechte Position.

Elektromechanische aktive Wankstabilisierung von Audi

Eine clevere Hinterachslenkung unterstützt diesen stabilisierenden Effekt bei hohen Geschwindigkeiten zusätzlich. Bei tiefem Tempo verringert sich der Wendekreis in engen Schweizer Parkhäusern dramatisch.

Das digitale Gehirn lenkt mit

Die klassische Mechanik verliert im modernen Auto zunehmend an exklusiver Bedeutung. Sogenannte Sensor-Fusionen kombinieren die Daten von Laserscannern, Radar und hochauflösenden Kameras.

Ein zentraler Hochleistungsrechner erstellt daraus permanent ein präzises dreidimensionales Abbild der Umgebung. Diese neue Elektronik-Architektur ersetzt über einhundert alte, dezentrale Steuergeräte im gesamten Fahrzeug.

Moderne Assistenzsysteme reagieren dank dieser enormen Rechenpower schneller als das menschliche Nervensystem. Die allgemeine Verkehrssicherheit auf den Schweizer Strassen erreicht damit ein völlig neues Niveau.

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