Trendwende: Oben ohne ist nicht mehr gefragt

Das Cabriolet stirbt aus. Doch warum eigentlich? Erfahren Sie, warum Schweizer Autokäufer dem Frischluftvergnügen reihenweise den Rücken kehren.

Das offene Verdeck galt lange als Inbegriff automobiler Freiheit. Doch die aktuellen Zulassungszahlen zeichnen ein ernüchterndes Bild für diesen einst stolzen Fahrzeugtyp.
In der Schweiz schrumpft der Markt für Cabriolets seit Jahren spürbar. Die Konsumenten bevorzugen heute rationale Entscheidungen statt emotionaler Lifestyle-Investitionen.

Gleichzeitig triebt die technologische Entwicklung das Cabriolet in die Enge. Schwere Batterien für Elektrofahrzeuge lassen sich nu schwer in eine verwindungssteife, offene Karosserie integrieren.
Lifestyle vs. Alltagsnutzwert
Der Grossteil der Käufer bevorzugt heute die erhöhte Sitzposition und den praktischen Nutzwert eines SUVs. Lifestyle-Fahrzeuge verlieren in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit massiv an Bedeutung.

Die Hersteller reagieren konsequent auf diesen Wandel. Sie streichen unrentable Nischenmodelle radikal aus ihren Modellpaletten.
Benchmark und Marktvergleich
Der Mazda MX-5 verteidigt den puristischen Ansatz gegen den massiven SUV-Trend. Er setzt auf konsequenten Leichtbau und ein direktes Fahrerlebnis ohne unnötige Kompromisse.

Dagegen wirkt das VW T-Roc Cabriolet wie ein funktionaler Zwitter. Es bietet zwar eine höhere Sitzposition, opfert dafür aber die elegante Linienführung klassischer Roadster.
Im Luxussegment bleibt der Porsche 911 das unangefochtene Mass der Dinge. Er vereint kompromisslose Sportwagen-Performance mit dem Cabrio-Feeling und übersteht so jeden Trendwechsel.





