Unterhalt extrem: Die Welt der Hypercars

Traumautos kosten Millionen in der Anschaffung. Doch der wahre Preisschock folgt oft erst beim ersten Werkstattbesuch. Es wird Sie überraschen!

Es erscheint absurd: In der Welt der Hypercars kommt die dicke finanzielle Überraschung oft erst nach der feierlichen Anschaffung.
Ein einfacher Servicebesuch entspricht hier oft dem Gegenwert mehrerer Kleinwagen ...
Bugatti Chiron und der Reifen-Wahnsinn
Ein Satz Spezialreifen von Michelin kostet beim Bugatti Chiron rund 40'000 Franken. Doch selbst diese Gummis halten die gewaltigen Fliehkräfte bei Höchstgeschwindigkeit nur begrenzt aus.

Bugatti verlangt den Wechsel alle 18 Monate, selbst wenn das Auto nur in der klimatisierten Garage stand. Spätestens nach der dritten Bereifung müssen zudem die kompletten Felgen weichen.
Diese teure Massnahme garantiert die strukturelle Integrität des Rades bei massiven Belastungen. Für einen simplen Ölwechsel kalkuliert die Manufaktur stolze 20'000 Franken ein.
McLaren F1 und die tickende Tankuhr
Der legendäre McLaren F1 nutzt eine Gummiblase als Tank, die direkt aus dem professionellen Rennsport stammt. Dieses Bauteil altert materialbedingt und verliert nach genau fünf Jahren seine technische Zulassung.

Der notwendige Austausch kostet den Besitzer pauschal etwa 100'000 Franken. Für den Zugang zum «Tank» baut das Mechaniker-Team nämlich das gesamte Triebwerk aus.
Zusätzlich verlangt die Kupplung des britischen Klassikers alle paar tausend Kilometer nach einer fachmännischen Justierung. Solche Wartungsintervalle machen den Unterhalt zu einem logistischen und finanziellen Kraftakt.
Formel-1-Technik im Mercedes-AMG One
Im Mercedes-AMG One arbeitet ein Herzstück aus der Königsklasse des modernen Motorsports. Der 1.6-Liter-V6-Hybridantrieb ist für extreme Drehzahlen und maximale Effizienz konstruiert.

Nach einer Laufleistung von 50'000 Kilometern erreicht die Maschine jedoch ihr geplantes technisches Lebensende. Das gesamte Aggregat reist dann zurück in das Werk nach Affalterbach.
Dort erfolgt eine komplette Revision, die preislich im mittleren sechsstelligen Bereich liegt. Besitzer kaufen sich somit alle paar Jahre quasi ein neues Luxusauto hinzu.
Teure Details bei Ferrari und Pagani
Die Carbon-Keramik-Stopper eines Ferrari Enzo kosten so viel wie ein solider Mittelklassewagen. Ein kompletter Satz Scheiben und Beläge schlägt mit bis zu 40'000 Franken zu Buche.

Oft erzwingen winzige Sensoren den Austausch, selbst wenn die Optik noch völlig einwandfrei erscheint. Noch extremer zeigt sich die Detailverliebtheit beim italienischen Edel-Hersteller Pagani.
Jede einzelne Schraube am Huayra besteht aus Titan und kostet rund 80 Franken. Und damit noch nicht genug: Ein kleiner Parkschaden führt hier schnell zu Kosten in der Höhe eines nagelneuen Porsche 911.





